Gabriella Engelmann


Antje Szillat

Foto: © Mirco Lieffertz, Art Photography & Design

Die gebürtige Münchnerin Gabriella Engelmann entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben.
Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des
Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Märchen stand sie bisher skeptisch
gegenüber – was sich mit “Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid” schlagartig geändert hat.






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Interview

Liebe Frau Engelmann, was mögen Sie beim Bücherschreiben am meisten?

Das Eintauchen in fremde Welten, in denen alles möglich ist. Das Schwelgen in großen Gefühlen, das Entwerfen von Figuren und Settings. An allererster Stelle steht allerdings die Recherche vor Ort: Diese Schauplätze stecken voll spannender Geschichten, die ich aufschreiben darf.

„Sturmgeflüster“ ist als Liebesroman ein ganz anderes Genre neben Ihren modernen Märchenbüchern. Wie kam Ihnen die Idee zu diesem Jugendbuch?

Ich empfinde das Buch als Ergänzung der Märchen-Reihe. In Sturmgeflüster gibt es spannende Anlehnungen an die Mythologie, die den Schauplatz Nordfriesland zu etwas ganz Besonderem, Geheimnisvollem macht. Oder zu etwas Märchenhaftem, wenn man so will.

Die Geschichte um die Protagonistin Tinka spielt auf der Insel Sylt. Kennen Sie die Schauplätze selbst?

Natürlich! Ich bereise die Insel seit mittlerweile 25 Jahren regelmäßig, und habe auch für meine Erwachsenen-Romane (Inselzauber, Inselsommer, Wintersonnenglanz) viel auf Sylt recherchiert. Allerdings kannte ich die Kite-Surf-Spots nicht, was sich aber geändert hat, da ich kundige Führer hatte, die mich in die Surfszene Sylts eingeführt haben. Ganz schön beeindruckend, die „Jungs“ bei ihren Tricks zu beobachten, und über die Wellen tanzen, oder fliegen zu sehen.

Was möchten Sie dem Leser durch das Buch näher bringen?

Ich möchte sie in erster Linie unterhalten, und mit Tinka mitfiebern lassen. Und ich würde die LeserInnen gerne nach Sylt mitnehmen, aber auch aufzeigen, dass auf der Insel der Schönen und Reichen nicht alles Gold ist, was glänzt. Man sollte immer die Augen aufhalten und sich im Klaren darüber sein, dass hinter vielen Fassaden häufig etwas anderes steckt als man vermutet.

Verraten Sie uns zum Schluss noch, wo Sie am liebsten Urlaub machen?

Auf den nordfriesischen Inseln, auf den Balearen, insbesondere Ibiza, und in Städten wie Wien. Ich liebe aber auch die Provence und die Toskana.